Berthold Maier

Berthold Maier

Berthold Maier, geb. 1949 in Göppingen beschäftigt sich schon seit seiner Schulzeit mit Malerei. Von seinem Vater, einem brillanten Hobbymaler hat er früh gelernt mit verschiedenen Techniken und Farben umzugehen. Bildaufbau, Perspektive und Zeichnen nach Vorlagen waren ihm deshalb schon vertraut bevor es im Schulzeichenunterricht behandelt wurde. Nach seiner Schulzeit entschied er sich aber zunächst für eine Ausbildung zum Chemotechniker, da ihn auch naturwissenschaftliche Themen interessierten. Etwa 1970 entdeckte er seine Leidenschaft für Rock - und Jazzmusik. Er war Mitbegründer der Band Puppenhaus, die in der frühen 70er Jahren beachtliche Erfolge im süddeutschen Raum hatte und fast so etwas wie Kultstatus erlangte. Er war inzwischen mit der Band in einen alten Bauernhof in Hemmendorf und 2 Jahre später in ein Haus in Ammerbuch-Poltringen gezogen. Nach Auflösung der Band, entschied er sich, zwar weiterhin Musik zu machen, entwickelte aber keine professionellen Ambitionen, da dies mit viel Zeit und Reisen verbunden gewesen wäre. Er arbeitete weiterhin (und bis heute) in seinem Beruf als Chemotechniker an der Uni Tübingen und wohnte von 1976 bis 1995 in Reutlingen. Während seiner aktiven Musikerzeit war die Malerei etwas zurückgedrängt. So fertigte er z. B. Plakatentwürfe für befreundete Bands an. Er begann Anfang der 80er Jahre mit Aquarellmalerei . Zunächst entstanden naturalistische Landschaftsbilder, die oft Eindrücke aus Urlaubsreisen wiedergaben, z. B. eine Serie mit Impressionen aus Skandinavien. Bald weitete er seine Stilrichtungen aus, fing auch wieder an mit Öl und Acryl zu malen und neben den gegenständlichen Bildern immer mehr experimentelle Arbeiten zu machen. 1995 kaufte er ein älteres Haus in Salmendingen auf der Schwäbischen Alb, wo er seither mit seiner Frau lebt. Nachdem die Renovierungsarbeiten abgeschlossen waren, begann die bis dahin intensivste Phase seiner Maltätigkeit. Zwischen 2000 und 2012 entstanden ca. 400 Bilder und Zeichnungen unterschiedlichster Art. Die experimentellen Arbeiten sind schwer einzuordnen. Manche könnten als eine Art Traumbilder bezeichnet werden und enthalten oft verschlüsselte Aussagen. Anleihen aus verschiedenen Epochen der klassischen Moderne sind darunter (z. B. Kubismus). Weiterhin pflegt er Genres wie Landschaftsmalerei, Portraits und Stilleben, wobei auch hier eine große Bandbreite vom exakten Naturalismus bis zu impressiven und expressiven Stilen auffällt. 2006 trat er dem Verein der Burladinger Maler bei.

Berthold Maier: „meine Malerei ist vielgleisig. Ich will mich nicht auf eine bestimmte Stilrichtung festlegen. Obwohl mir mittlerweile die experimentellen Sachen sehr am Herzen liegen, male ich auch gegenständlich. Zum Einen schule ich damit meine Technik und zum Anderen erreiche ich mit diesen Bildern auch Leute die sonst mit Kunst nicht so viel am Hut haben. Ich mache Malunterricht mit Kindern und auch immer wieder Auftragsarbeiten, beispielsweise Ortsansichten, Portraits, Bühnenbilder, Plakatentwürfe usw.“

Einzel – und Gruppenausstellungen im süddeutschen Raum sowie Frankreich und Tschechien.

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