Kunscht und Alb. Weihnachtsausstellung 2016.

Berthold Maier

Gerne auch weitersagen:

Heitere Kunst der „burladinger maler“

von Matthias Badura, Hohenzollerische Zeitung

Sollte es nicht – entgegen der Dichterweisheit andersherum sein? Das Leben heiter und die Kunst ernst? Das wäre doch eigentlich besser. Der Lindenhof-Intendant Bernhard Hurm konnte sich mit dieser Ansicht bei der Eröffnung der Weihnachtsausstellung der „burladinger maler“ jedoch nicht durchsetzen. Und hat im Übrigen auch nicht das Geringste dazu beigetragen, dem Anlass eine „ernste“ Note zu verleihen. Er entlockte dem vollbesetzten Sitzungssaal vielmehr mit seinen Gedichtvorträgen, etwa von Sebastian Blau oder Robert Gernhardt, unzählige Lacher.

Den Rest in diese Richtung besorgte „maler“-Vorsitzender Wolfgang Bastian, der seine Begrüßung ulkig-schnoddrig von einem Zettel herunter abhakte und dem Publikum nebenbei verriet, dass er auf den Tag genau vor 20 Jahren in diesem Rathaus seine Frau Hanna geehelicht habe. Die wiederum hatte mit dieser Aus-dem-Nähkästchen-Plauderei ihres Mannes ebenso wenig gerechnet wie mit dem Blumenstrauß, den er ihr sogleich übergab. Wieder Gelächter, wieder Applaus.

Auch Herbert Furch, Mitglied der Künstlergruppe, der angemessene Worte zur Eröffnung sprach und drei wunderschöne Balladen zu Gitarre und Mundharmonika, dargebracht von  Mimmo Comodo, konnten den Ernst der Lage nicht mehr herstellen – und wollten es wohl auch nicht. Die Eröffnung war, wie man’s bei den „burladinger malern“ gewöhnt ist, rundum heiter. Das blieb sie auch bis lange nach der offiziellen Eröffnung, als zahlreiche Besucher noch immer im Rathaus weilten, die Bilder auf sich wirken ließen und miteinander plauderten.

Vermisst wurde indes Berthold Maier, einer der profiliertesten Angehörigen der Künstlergruppe. Der Salmendinger war bei seiner Ankündigung geblieben, aus Protest gegen die AfD-freundlichen Aussagen des Bürgermeisters und Hausherren Harry Ebert in diesem Jahr der Ausstellung fern zu bleiben. Der Bürgermeister selbst war allerdings am Sonntag ebenfalls nicht zugegen. Erstmals. Soweit man zurückdenken kann, hatte er stets zusammen mit Wolfgang Bastian einen Teil der Vernissage bestritten. Dieses Jahr ließ er schon vor geraumer Zeit ausrichten, er sei verreist.

Ausgestellt haben: Hanna Bastian, Wolfgang Bastian, Gisela Boot-Markert, Wieslawa Borowski, Heidi Bulach, Herbert Furch, Katharina Gromann, Anna Kanz, Wolfgang Kuster, Edith Lautenschlager, Frank Locher, Sabrina Lorch, Gabrielle Mazzarella, Ulrike Renner, Janet Vollmers

Ausstellungsdauer 27.11.16 bis 16.12.16

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